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Was macht einen guten Flyer aus?

Heute liefern wir die zweite Auflage des Info-Flyers für das jfd-Schulessen aus. Es ist immer ein Kompliment, wenn es bei Neuauflage keine Änderungswünsche gibt – wie hier, wo wir nur die neuen Öffnungszeiten eingetragen haben. Daher nehme ich diesen Flyer als Beispiel, was bei der Erstellung von Flyern wichtig zu beachten ist.

Die Vorderseite: Neugierig machen aufs Thema

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Der erste Eindruck ist die Flyer-Vorderseite

Zuerst: vergesst nicht für wen Ihr den Flyer erstellt! Es geht nicht darum, möglichst viel über euer sicherlich großartiges Unternehmen oder auch nur das super Leistungsangebot zu schreiben – im Mittelpunkt sollte die Lösung stehen, die euer Angebot im Kontext des jeweiligen Kunden darstellt. Hört sich einfach an, ist es aber nicht: beim Schulessen beispielsweise sind die Kunden die Schulkinder. Das stimmt aber nur zur Hälfte: Das Essen bezahlen die Eltern. Daher muss der Flyer beide ansprechen – was bei der Bilderauswahl in diesem Fall gar nicht so einfach war. Grundsätzlich gilt: überfrachtet die Vorderseite des Flyers nicht, schließlich ist sie dafür da, zum Aufblättern zu verführen.

Texte im Flyer: informieren & überzeugen

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Beim Öffnen des Flyer fällt „Seite 5“ ins Auge

Fragt euch: Was ist das Ziel, dass der Flyer erreichen soll? Dabei ist die Antwort „er soll
Kunden gewinnen“ zu kurz gegriffen. Wenn es das Ziel ist, was sind die Schritte dahin? Mit welchem Vorwissen und welchen Fragen im Kopf liest der potentielle Kunde den Flyer? Jemand der kaufen möchte und Angebote vergleicht braucht eine andere Ansprache als jemand, der erst noch vom Sinn Eurer Produkte und Leistungen überzeugt werden muss.

Wenn man mehrere Ziele mit einem Flyer erreichen will passiert es schnell, dass der Text wächst und wächst: das Thema ist komplex und es gibt viel zu sagen. Das ist eine Herausforderung an die Grafik, die sich, wie man an unserem Beispiel schön sieht, auch lösen lässt – oft, aber nicht immer. Ab einem bestimmten Punkt ist es besser, Texte im Flyer zu kürzen als zu riskieren, dass ihn keiner mehr liest.

Es ist möglich, mehrere Ziele mit einem Flyer zu erreichen, wichtig ist das Konzept

Bei unserem Beispiel, dem Flyer fürs Schulessen sollten wir diese drei Ziele miteinander verbinden: 1. die Eltern von der Wichtigkeit einer guten Mahlzeit überzeugen, 2. den etwas komplizierten Ablauf der Anmeldung darstellen und 3. das Anmeldeformular sollte gleich enthalten sein.

Ziel 1: Argumente für gutes Essen in Schule

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Imagetext im Flyer: Kundensicht berücktsichtigen!

Unser Flyer ist ein „6-Seiter mit Wickelfalz“, das bedeutet, das beim Aufschlagen nicht nur eine Doppelseite zu sehen ist, sondern noch eine Seite eingeknickt ist, die noch aufschlagen kann. Diese „5te Seite“ ist die erste, die der Leser nach der Vorderseite wahrnimmt: Damit eignet sie sich ideal für einen einleitenden Imagetext und einen Überblick übers Thema.

Ziel 2: Abläufe vereinfacht darstellen, kaufen leicht machen

Tag für Tag einen reibungslosen Ablauf bei der Verpflegung der Schüler sicherzustellen ist nicht nur für die Küche eine Herausforderung; bei der Anmeldung durch die Eltern müssen daher wichtige Weichen gestellt werden. Man darf nicht unterschätzen, dass der Kunde kein Profi ist und dankbar für eine einfache Darstellung des Bestellvorgangs.

Flyer

Der Bestellablauf im Flyer: einfache und übersichtliche Darstellung fordert Design und Text

Hier kommt es auf die Reihenfolge der Informationen an und die Gliederung des Textes, beziehungsweise der Informationen im Flyer. Dies war bei der Erstellung des Flyers für den jfd eine der größten Herausforderungen. Ich persönlich finde, wir haben es gut gelöst.

Ziel 3: Bestellformular im Flyer einbinden

Bevor wir den Flyer neu gestaltet haben, gab es für das Schulessen beim jfd einen Flyer und zusätzlich eine Postkarte für die Anmeldung. Unser drittes Ziel beim Konzept war, diese Postkarte in den Flyer zu integrieren. Hier profitiert man von einem 6-Seiter, denn die eingeklappte Doppelseite lässt sich leicht abreißen: es entsteht eine Anmeldekarte und dennoch bleiben die wichtigsten Infos beim Kunden.

Fotos und Zitate: Vertrauen aufbauen, Sicherheit geben, Sympathie erzeugen

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Vertrauen stärken mit Fotos und Zitaten

Der letzte Aspekt, auf den ich aufmerksam machen möchte, sind Bild und Zitat unserer sehr netten Kundin, der Chefin des Schulessen-Teams beim jfd, Barbara Krull. Es gibt kaum eine Leistungssparte bei dem die Kaufentscheidung nicht Vertrauenssache ist, aber besonders bei Lebensmitteln und wenn es um Gesundheit geht, ist Vertrauen in die Sorgfalt und Kompetenz des Teams ein wichtiger Entscheidungsgrund.

Es ist also wichtig, vertrauensaufbauende Elemente in den Flyer einzubauen. Das geht zu Beispiel mit Fotos und ganz besonders eignen sich Portraits wie in unserem Beispiel. Desweiteren sind Zitate nützlich, die als Statement eine Aussage über die Werte sind, auf deren Basis gearbeitet wird. Ebenso sind Bilder und Zitate ein weitere Designelemente, die das Layout auflockern und Texte gliedern… So entsteht Sympathie und nicht zuletzt sind unsere Kaufentscheidungen IMMER Bauchentscheidungen – nicht vergessen 😉

P.S.: Wer sich jetzt für das Schulessen-Angebot vom jfd interessiert: hier geht´s zur Webseite: http://www.jfd-rheine.de/jfd/

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Die Lieferung der Flyer wartet auf Abholung.