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Tipps für erfolgreiches Netzwerken

Netzwerken, sei es live bei Unternehmertreffen oder auf sozialen Plattformen im Web, ist ein wichtiger Bestandteil im Marketingmix für regional tätige Unternehmen. Die Aussicht auf Empfehlungen und Kunden, die durch gute Vernetzung entstehen können, macht das Thema spannend. 

1.  Ein Netzwerkziel ins Auge fassen

Erfolgreiches Netzwerken startet man genauso, wie man es von anderen Marketingmaßnahmen kennt: mit einer genaue Zieldefinition. Ziel kann eine Kooperation mit Unternehmen sein, um gemeinsam dieselbe Zielgruppe anzusprechen und so Mehrwerte für Kunden, verbesserten Service oder Kostenersparnis zu erreichen. Auch Austausch mit Unternehmern derselben Branche Leute_Besprechung_S02ist ein Mehrwert: so erfährt man Trends und Marktentwicklungen früh und kann sich über Lösungen austauschen.

2. Aufträge aus Netzwerken entstehen meistens über die Kontakte zweiter Ordnung.

Hauptsächlich haben Netzwerker Kundengewinnung zum Ziel. Gerade hier ist Vorsicht geboten, denn keiner fühlt sich wohl, wenn er bloß als potenzieller Kunde gesehen wird. Laut US-Soziologe Mark Granovetter entstehen Aufträge zumeist bei Kontakten zweiter Ordnung. Ein direkter Kontakt, der gar nicht zu Ihrer Zielgruppe gehören muss, dient als Multiplikator.

Wenn man das weiß, hört man auf, nur auf den direkten Nutzen von Kontakten fixiert zu sein und kommt hoffentlich von zu offensichtlicher Eigenwerbung ab, besser ist es, anderen mit wirklich relevanten Infos weiter zu helfen – so bleibt  man als Experte im Kopf und macht seine Expertise und sein Gesicht bekannter. Ich rate dazu, sich mit Fachwissen in Foren und Gesprächen einzubringen und so  zugleich einen Mehrwert für die Zuhörer/ Leser zu bieten.

3. Selbst aktiv sein und Empfehlungen aussprechen

Bleiben Sie aktiv: Wechseln Sie häufiger Ihre Gesprächspartner – so unterstreichen Sie Ihre Initiativkraft und die Vielseitigkeit Ihrer Interessen und Kontakte. Dabei brauchen Sie langen Atem, denn Ihr Netzwerk muss stehen, BEVOR Sie es brauchen. Sich um Kontakte zu bemühen, wenn man sie dringend braucht, funktioniert nie. Erstens, weil das Geben zuerst kommen muss und zweitens, weil einem Bittsteller die Leute hinterher kaum noch auf Augenhöhe begegnen. Also werden Sie selbst aktiv: Wenn jemand Kontakte weiterempfiehlt (natürlich nur die, die er gut kennt), profitieren gleich drei davon: der neue Kontakt, der Empfohlene und der Empfehlende  selbst.

4. Am Ball bleiben 

Was oft vergessen wird, ist, bei einmal geschlossenen Kontakten nachzuhaken. Jeden neuen Kontakt sollte man binnen drei Tagen noch einmal kontaktieren – per E-Mail, Brief oder Telefon. Sonst zerreißt das noch zarte Band. So eine Nachhaltigkeit macht oft den entscheidenden Unterschied. Sagen Sie demjenigen, wie sehr Sie sich gefreut haben, ihn kennen gelernt zu haben, dass Sie sich an das Gespräch angenehm erinnern und sich über ein baldiges Wiedersehen freuen.

Nina Eckhardt

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